Casual Dating: Bedeutung, faire Absprachen und seriöse Portale
Was ist Casual Dating? Der Unterschied zu Situationship und Freundschaft plus, faire Absprachen, Safer Sex, Kosten und wie du seriöse Portale erkennst.
Casual Dating klingt nach Leichtigkeit: ein Drink, ein gutes Gespräch, vielleicht mehr, und am nächsten Morgen muss niemand die gemeinsame Zukunft planen. Genau das kann es auch sein. Gemeint ist lockeres Daten ohne Anspruch auf eine feste Beziehung, Sex ist möglich, aber kein Pflichtprogramm. Damit es leicht bleibt, braucht es ehrliche Absprachen, etwas Gesundheitsvorsorge und einen kritischen Blick auf die Seiten, die mit unverbindlichen Kontakten werben. Ein Teil davon vermittelt gar keine echten Menschen, sondern bezahlte Chat-Partner, die für ein Treffen nie zur Verfügung stehen.
Was ist Casual Dating? Bedeutung und zwei Lesarten
„Casual“ heißt im Englischen zwanglos oder beiläufig. Casual Dating ist also wörtlich zwangloses Daten: Zwei Menschen treffen sich, weil sie einander mögen und Spaß miteinander haben, ohne dass daraus eine Beziehung werden muss. Beide wissen das, und beide sind damit einverstanden. Dieser zweite Teil ist der entscheidende. Er trennt die lockere Variante von all den Konstellationen, in denen eine Seite heimlich auf mehr hofft und die andere es ahnt, aber lieber nicht fragt.
Schaust du genauer hin, begegnen dir zwei Lesarten. Welche gemeint ist, hängt oft davon ab, ob jemand englische oder deutsche Seiten liest.
Die breite Lesart: lockeres Daten ohne Etikett
Im englischsprachigen Raum ist der Begriff weit gefasst. Der US-Gesundheitsratgeber Healthline beschreibt ihn als Verbindung, die oft, aber nicht immer, nicht exklusiv ist, mit einer gewissen emotionalen Nähe und ohne Beziehungsbezeichnung. Sex gehört nicht automatisch dazu. In dieser Lesart kann es auch heißen: Ihr geht ein paar Mal essen, ins Kino oder tanzen, ihr mögt euch, und keiner von euch will gerade mehr. Das liegt näher an einer entspannten Kennenlernphase als an einem reinen Sexkontakt.
Die enge Lesart: unverbindliche Sexkontakte
Im deutschen Sprachgebrauch hat sich vor allem die engere Bedeutung festgesetzt. Wer hierzulande nach dem Begriff sucht, landet schnell bei Portalen für erotische Kontakte, und die deutsche Wikipedia leitet ihn sogar direkt auf den Artikel „Gelegenheitssex“ weiter. In dieser Lesart geht es klar um Sex ohne Beziehung, mit wechselnden Menschen oder mit einer festen Verabredung auf Zeit.
Keine der beiden Lesarten ist falsch. Wenn jemand im Profil oder im Chat von „was Lockerem“ spricht, frag deshalb nach, was genau gemeint ist. Die eine meint gemeinsame Abende ohne Zukunftsplanung, der andere ausschließlich Sex. Ein kurzes „Was heißt locker für dich?“ erspart euch beiden ein ziemlich peinliches drittes Date.
Was es nicht ist
Locker heißt weder heimlich noch rücksichtslos noch regellos. Wer „ist doch nur locker“ als Ausrede benutzt, um sich Absagen zu sparen, Verhütung zu ignorieren oder Grenzen zu übergehen, verwechselt Unverbindlichkeit mit Respektlosigkeit. Die lockere Variante verzichtet auf Zukunftspläne. Auf Anstand verzichtet sie nicht.
Situationship, Freundschaft plus, One-Night-Stand: die Unterschiede
Die Begriffe werden munter durcheinandergeworfen. Der wichtigste Unterschied liegt selten im Bett, er liegt in der Frage, ob ausgesprochen wurde, was das zwischen euch ist.
| Merkmal | Lockeres Daten (Casual) | Situationship | Freundschaft plus | One-Night-Stand |
|---|---|---|---|---|
| Ausgangslage | Zwei Menschen lernen sich kennen und vereinbaren, dass es locker bleibt | Man trifft sich regelmäßig, ohne je geklärt zu haben, was es ist | Eine bestehende Freundschaft bekommt eine körperliche Ebene | Eine einzelne Begegnung, oft spontan |
| Dauer | Offen, solange es beiden passt | Oft Monate, ohne klaren Anfang oder klares Ende | Offen, die Freundschaft soll bleiben | Eine Nacht |
| Absprache | Ausgesprochen: keine Beziehung | Fehlt oder bleibt vage | Ausgesprochen, oft mit dem Zusatz, dass die Freundschaft Vorrang hat | Meist nur zu Verhütung und Grenzen |
| Exklusivität | Wird vereinbart, häufig nicht exklusiv | Ungeklärt, ein typischer Streitpunkt | Wird vereinbart | Kein Thema |
| Gefühle | Zuneigung ja, Verliebtheit eher nicht | Bei mindestens einer Seite oft größer als zugegeben | Freundschaftliche Gefühle sind ausdrücklich da | Keine Erwartung |
Situationship
Eine Situationship entsteht, wenn niemand die entscheidende Frage stellt. Man schreibt sich, trifft sich, schläft vielleicht miteinander, verbringt sogar Wochenenden zusammen, aber was das ist, weiß keiner so genau. Das lockere Arrangement hat dagegen ein ausgesprochenes Etikett, eben „locker“. Es kann allerdings in eine Situationship kippen, wenn sich bei einer Seite die Gefühle ändern und niemand mehr darüber spricht. Die Absprache vom Anfang gilt dann offiziell noch, praktisch aber nicht mehr.
Freundschaft plus
Freundschaft plus, im Englischen Friends with Benefits, beginnt mit einer Freundschaft. Ihr kennt euch, vertraut euch, wisst, wie der andere tickt, und fügt eine körperliche Ebene hinzu. Das ist bequem und kann sehr schön sein. Der Haken: Es steht mehr auf dem Spiel. Endet ein lockeres Arrangement mit einer Zufallsbekanntschaft, verlierst du eine Verabredung. Endet eine Freundschaft plus schlecht, verlierst du womöglich eine Freundin oder einen Freund, manchmal samt gemeinsamem Freundeskreis.
One-Night-Stand und Hookup
Ein One-Night-Stand ist eine einzelne Begegnung. Das englische Hookup meint meist dasselbe oder zumindest eine sehr kurze, rein körperliche Sache. Lockeres Daten heißt dagegen in der Regel, dass man sich wiederholt sieht. Healthline ordnet es näher an Beziehungsregeln ein als Hookups oder Friends with Benefits: Ihr verabredet euch, sagt ab, wenn etwas dazwischenkommt, und behandelt euch wie zwei Menschen, die sich wiedersehen wollen.
Affäre und Seitensprung
Ein eigener Fall, weil hier eine bestehende Beziehung betroffen ist. Wissen alle Beteiligten Bescheid und sind einverstanden, ist das eine offene Beziehung. Weiß der Partner nichts davon, ist es ein Seitensprung, egal was im Profil steht. Du hast ein Recht darauf zu wissen, ob dein Gegenüber gebunden ist. Frag direkt, und nimm Ausweichmanöver ernst.
Für wen lockeres Daten passt und wann eher nicht
Ein Nischenthema ist das nicht. In einer repräsentativen Befragung, die der Digitalverband Bitkom im Februar 2026 veröffentlicht hat, gaben 26 Prozent der Menschen, die Online-Dating nutzen, an, lockere Flirts und gelegentliche Dates zu suchen. 46 Prozent wünschten sich eine feste Beziehung, 22 Prozent nutzten die Angebote einfach zum Zeitvertreib. Und bei 24 Prozent hat sich aus dem Online-Dating zumindest ein lockeres Verhältnis oder eine Situationship ergeben, wobei bei dieser Frage mehrere Antworten möglich waren.
Heißt praktisch: Wer etwas Lockeres sucht, ist beim Online-Dating in guter Gesellschaft, aber in der Minderheit. Viele, denen du begegnest, wollen etwas Festes oder wissen selbst noch nicht so genau, was sie wollen. Wer seine Absicht früh und klar sagt, spart allen Beteiligten Zeit, sich selbst eingeschlossen.
Wann es gut passen kann
Casual Dating kann richtig gut funktionieren, wenn du gerade bewusst keine Beziehung willst und weißt, warum. Vielleicht steckst du mitten in einem Umzug oder einem neuen Job, hast Kinder, die jedes zweite Wochenende bei dir sind, oder willst nach einer langen Beziehung herausfinden, was dir gefällt, ohne sofort wieder Schlüssel zu tauschen.
Gute Voraussetzungen sind außerdem: Du kannst Nähe genießen, ohne daraus gleich Zukunft abzuleiten, sprichst auch Kondome oder andere Kontakte an und kannst mit einem Ende umgehen, ohne dass dir der Boden wegbricht.
Wann eher nicht
Der Klassiker unter den Fehlstarts: Du sagst „locker“, meinst aber „locker, bis du merkst, wie toll ich bin“. Wer insgeheim hofft, dass aus dem Arrangement eine Beziehung wird, verbringt viel Zeit mit Warten und Deuten. Das kann gutgehen, meistens tut es weh.
Schwierig wird es auch, wenn du mit lockeren Dates eine Trennung betäuben willst. Ob der Zeitpunkt passt, hängt weniger vom Kalender ab als von der Frage, ob du gerade jemanden kennenlernen oder jemanden vergessen willst. Woran du das erkennst, steht im Ratgeber nach der Trennung wieder daten. Und wenn du Bestätigung von außen brauchst, wird jedes ausbleibende Wiedersehen schnell zur Frage nach deinem Wert.
Ein ehrlicher Selbstcheck
Bevor du loslegst, beantworte dir diese Fragen ehrlich:
- Würde es dich verletzen, wenn die Person nächste Woche jemand anderen trifft?
- Kannst du sagen, was du willst und was nicht, ohne dich zu verbiegen?
- Würdest du dich auf das dritte Treffen freuen, wenn klar ist, dass es nie mehr wird?
- Weißt du, wie du dich schützt, gesundheitlich und beim ersten Treffen?
- Kannst du ein Nein hören, ohne es persönlich zu nehmen, und selbst eins aussprechen?
Zuckst du bei der ersten Frage innerlich zusammen, nimm das ernst: Vielleicht suchst du doch etwas anderes.
Ab 40 und ab 50: andere Lebenslage, dieselben Spielregeln
Lockeres Daten ist keine Frage des Alters, und Online-Dating auch nicht. Laut der Bitkom-Befragung von 2026 haben 33 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer zwischen 50 und 59 Jahren schon einmal online nach einem Partner oder einer Partnerin gesucht, bei den 60- bis 69-Jährigen sind es 35 Prozent. Nach Alter aufgeschlüsselte Ziele nennt Bitkom nicht. Wie viele davon etwas Unverbindliches suchen, bleibt also offen.
Die Lebenslage ist oft eine andere. Nach einer langen Ehe wollen manche bewusst keinen gemeinsamen Haushalt mehr, und die eigenen Routinen sind fest. Da kann ein lockeres Arrangement erstaunlich gut passen. Diskretion gegenüber erwachsenen Kindern, Ex-Partnern und dem gemeinsamen Bekanntenkreis gehört dann früh in die Absprache. Und wer keine Verhütung mehr braucht, braucht trotzdem Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen, denn die Pille hat davor ohnehin nie geschützt. Für die Partnersuche in dieser Lebensphase im Allgemeinen lohnt der Ratgeber zur Partnersuche ab 40.
Absprachen, die das Ganze fair machen
Das klingt erst einmal ungefähr so prickelnd wie eine Steuererklärung: Wer locker will, soll Regeln besprechen? Ja. Meist reicht ein ehrliches Gespräch rund um das erste oder zweite Treffen und ein kurzes Nachjustieren, wenn sich etwas ändert.
Worüber ihr sprechen solltet
- Exklusivität: Trefft ihr auch andere? Wollt ihr davon wissen? Ein häufiger Mittelweg: keine Details, aber Bescheid geben, wenn es mit jemand anderem sexuell wird, weil das für den Schutz vor Infektionen zählt. Wie paralleles Daten fair bleibt, hängt vor allem an dieser Ehrlichkeit.
- Häufigkeit und Erreichbarkeit: Einmal die Woche oder spontan? Schreibt ihr euch zwischendurch? Übernachtet ihr beieinander?
- Gefühle: Vereinbart, dass jede Seite Bescheid sagt, wenn sich etwas verändert, in die eine wie in die andere Richtung. Das ist die wichtigste Regel von allen.
- Safer Sex: Kondome, Tests und der Umgang mit weiteren Kontakten.
- Diskretion: Wer darf davon wissen? Freundeskreis, Kollegen, gemeinsame Bekannte, soziale Medien.
- Das Ende: Wie sagt ihr es euch, wenn einer von euch aufhören will?
So kannst du es ansprechen
Die richtigen Worte müssen nicht poetisch sein, zum Beispiel:
- „Ich hab gerade keinen Kopf für eine Beziehung, aber ich mag dich und würde dich gern weiter treffen. Wie siehst du das?“
- „Triffst du gerade noch andere? Für mich ist das okay, ich will es nur wissen, sobald es um Sex geht.“
- „Lass uns abmachen: Wenn einer von uns merkt, dass er mehr will oder keine Lust mehr hat, sagt er es. Ohne Drama.“
- „Kondome sind für mich gesetzt. Wie hältst du es mit Tests?“
Wichtig ist weniger die Formulierung als der Zeitpunkt. Vor dem ersten Mal ist das Gespräch leichter als danach, und nüchtern leichter als um zwei Uhr nachts.
Ein Nein gilt immer
Ein Ja zu einem lockeren Arrangement ist kein Ja zu allem und kein Ja für immer. Jede Seite kann jederzeit Nein sagen, auch mittendrin, auch wenn vorher alles anders klang. Das ist mehr als eine Frage des Stils: Nach § 177 StGB macht sich strafbar, wer gegen den erkennbaren Willen einer anderen Person sexuelle Handlungen an ihr vornimmt. Eine Absprache vorab ändert daran nichts. Bei rechtlichen Fragen im Einzelfall helfen Beratungsstellen oder eine Anwältin weiter.
Apps, Casual-Portale und Chatportale: wo echte Kontakte möglich sind und wo nicht
Bei der Suche stößt du auf drei Arten von Angeboten, und nicht alle vermitteln echte Menschen.
Dating-Apps mit Beziehungsziel
Viele Dating-Apps lassen dich im Profil angeben, wie verbindlich du gerade suchst. Das hilft, ersetzt aber kein Gespräch, weil die Optionen weit auslegbar sind. Was Angaben wie „Nix Ernstes, offen für Festes“ tatsächlich bedeuten, ist eine eigene Wissenschaft. Dafür sind dort echte Menschen unterwegs, und der Einstieg ist oft kostenlos. Nur ist das Publikum gemischt, und du musst deine Absicht selbst klarmachen.
Spezialisierte Portale für lockere Kontakte
Daneben gibt es Portale, die sich ausdrücklich an Menschen richten, die unverbindliche oder erotische Kontakte suchen. Auch das ist kein Randphänomen: Laut der Bitkom-Befragung von 2026 waren 11 Prozent aller Internetnutzerinnen und -nutzer schon auf Online-Portalen für Casual Dating und unverbindliche Treffen unterwegs, 7 Prozent auf Portalen für diskrete Beziehungen oder Seitensprünge. Manche dieser Plattformen vermitteln echte Mitglieder, andere nicht, und von außen sehen beide oft gleich aus.
Chat- und Unterhaltungsportale
Und dann gibt es Seiten, die wie ein Portal für lockere Kontakte aussehen, aber etwas ganz anderes verkaufen. Die Verbraucherzentrale beschreibt das so: Viele Portale setzen bezahlte Mitarbeitende ein, oft Moderatoren oder Controller genannt, die fiktive Profile betreiben und für Treffen nicht zur Verfügung stehen, meist ohne gesonderte Kennzeichnung. Du chattest also mit jemandem, der dafür bezahlt wird, dich am Schreiben zu halten.
Wie verbreitet das ist, zeigt eine ältere Recherche: Der Marktwächter Digitale Welt der Verbraucherzentrale Bayern fand Ende 2017 laut einer Pressemitteilung des vzbv von 2018 187 Portale, die laut ihren AGB Fake-Profile einsetzen. 171 davon erweckten den Eindruck, echte Kontakte zu vermitteln, nur 41 wiesen auf eine Kennzeichnung fiktiver Profile hin. Der Stand ist mehrere Jahre alt, eine neuere Gesamterhebung dieser Art hat die Verbraucherzentrale nicht veröffentlicht.
Die Gerichte haben dazu klare Linien gezogen:
- Das Landgericht Berlin entschied am 27.01.2022 (Az. 16 O 62/21), dass Nutzer schon vor der Registrierung wissen müssen, wenn Profile von bezahlten Schreibern ohne Interesse an einem Date bedient werden. Ein Hinweis nur in den AGB reicht nicht (vzbv).
- Das Landgericht Flensburg entschied am 04.05.2022 (Az. 8 O 8/22), dass eine Flirt-Plattform nicht mit neuen Bekanntschaften werben darf, wenn Nutzer nur mit professionellen Chat-Partnern hinter fiktiven Profilen schreiben können (vzbv).
- Dasselbe Gericht erklärte am 28.10.2022 (Az. 8 O 29/22) eine AGB-Klausel für unzulässig, nach der Mitarbeitende mit erfundenen Profilen chatten dürfen, weil ein persönliches Kennenlernen so im Regelfall unmöglich wird (vzbv).
Zur Transparenz: Herzenstreffer ordnet alle Portale im eigenen Anbietervergleich als Chat- und Unterhaltungsportale ein. Dort schreiben bezahlte Chat-Partner, Treffen sind nicht vorgesehen. Wer bewusst nur chatten will, findet dort Kosten und Einordnung, für ein echtes Date sind diese Portale nicht gedacht.
Ist Casual Dating seriös? Portale vor der Anmeldung prüfen
Die Beziehungsform selbst ist völlig legitim: Zwei Erwachsene vereinbaren, was sie miteinander wollen, und halten sich daran. Die Frage nach der Seriosität betrifft fast immer das Portal. Weil sich Angebote, Betreiber und Bedingungen ändern, hilft eine Liste „seriöser Seiten“ wenig. Wertvoller ist ein Prüfweg, den du bei jeder Seite selbst gehen kannst, bevor du Zahlungsdaten eingibst.
Schritt 1: Die AGB durchsuchen
Öffne die AGB oder Nutzungsbedingungen und nutze die Suchfunktion des Browsers. Die Verbraucherzentrale nennt typische Begriffe, mit denen Anbieter ihre bezahlten Schreiber umschreiben: Animateure, Controller, CUser, Moderator und moderierter Dienst. Ergänzend lohnt die Suche nach „fiktiv“ und „Unterhaltung“. Findest du einen Satz, der professionelle Chat-Partner beschreibt oder Treffen ausschließt, ist die Sache klar, ganz egal, was die Startseite verspricht. Dass so ein Hinweis laut den Gerichten schon vor der Registrierung deutlich erscheinen muss, heißt leider nicht, dass er es immer tut. Eine ausführliche Prüfroutine mit weiteren Formulierungen und den Schritten nach der Anmeldung findest du im Ratgeber Chatportal oder Singlebörse erkennen.
Schritt 2: Seitenfuß und Impressum lesen
Scroll ganz nach unten. Manche Portale schreiben den entscheidenden Hinweis klein in den Seitenfuß, etwa mit Begriffen wie Fantasy-Chat oder Animatoren und dem Satz, dass Treffen nicht möglich sind. Danach kommt das Impressum: Firma, Anschrift, Handelsregister. Fehlt es oder bleibt es vage, schließ die Seite. Steht dort eine Firma, lohnt eine kurze Suche nach ihrem Namen. Betreibt sie ein Dutzend fast gleicher Portale mit wechselnden Namen, ist das zumindest ein Hinweis, genauer hinzusehen.
Schritt 3: Das Preismodell verstehen
Siehst du die Preise schon vor der Registrierung? Wird pro Nachricht mit Coins oder Credits bezahlt, ist das allein noch kein Beweis für ein Unterhaltungsportal, im Zusammenspiel mit den anderen Hinweisen aber ein deutliches Signal. Prüfe außerdem, ob du online kündigen kannst und ob ein günstiger Einstieg automatisch in ein teureres Abo übergeht.
Schritt 4: Im Chat auf Warnzeichen achten
Bist du schon angemeldet, verrät oft der Chat, woran du bist: auffallend schnelle Antworten zu jeder Tageszeit, viel Schmeichelei, aber Ausweichen, sobald es um ein konkretes Treffen geht. Die Verbraucherzentrale nennt als weiteres Warnsignal, wenn der Kontakt nur über kostenpflichtige Rufnummern oder SMS laufen soll, und weist darauf hin, dass Profilfotos häufig aus dem Internet stammen oder mit KI erzeugt sind. Woran du einzelne gefälschte Profile erkennst, auch auf Plattformen mit echten Mitgliedern, erklärt der Ratgeber Fake-Profile erkennen. Verdachtsfälle kannst du der Verbraucherzentrale über ihr Beschwerdeformular melden.
Erfahrungsberichte und Testsieger-Listen einordnen
Wer nach Erfahrungen oder dem Testsieger sucht, landet oft bei Ranglisten, die an jeder Anmeldung mitverdienen. Das ist nicht automatisch schlecht, auch Herzenstreffer finanziert sich über Partnerlinks, und LetsXMeet ist bezahlter Hauptpartner, was auf der Vergleichsseite offen steht. Entscheidend ist, ob du die Einordnung nachvollziehen kannst:
- Wird offengelegt, wie sich die Seite finanziert?
- Steht dabei, wie geprüft wurde, also ob jemand die AGB gelesen oder sich angemeldet hat?
- Gibt es echte Nachteile, oder liest sich jeder Eintrag wie Werbung?
- Tauchen Bezahl-Chats mit Moderatoren gar nicht auf, obwohl die Verbraucherzentrale seit Jahren davor warnt?
Bei Bewertungen in App-Stores und Foren zählen Muster mehr als einzelne Sterne. Berichten viele unabhängig voneinander von hohen Kosten und nie zustande gekommenen Treffen, sagt das mehr als jede Fünf-Sterne-Bewertung.
Eine Ratgeberseite mit eigenem Portal-Check
Eine weitere Ratgeberseite zum Thema ist Casual Kompass. Herausgeberin ist die Hamburger L-P GmbH, die laut den Impressen der Portale selbst mehrere Chat-Portale betreibt, darunter match69, SingleScout und LetsXMeet, den bezahlten Partner von Herzenstreffer. Casual Kompass finanziert sich nach eigenen Angaben über Partnerlinks. Der dortige Portal-Check schaut laut Seitenbeschreibung auf AGB, Seitenfuß und Bezahlung, und nach eigener Aussage hat bisher keines der geprüften Portale bestanden, weil sich alle selbst als Unterhaltungs-Chats mit fiktiven Profilen oder Animatoren beschreiben. Den eigenen Blick in die AGB ersetzt das nicht: Geh die vier Prüfschritte bei jedem Portal selbst durch.
Was kostet Casual Dating? Kostenmodelle und typische Fallen
Das Daten selbst kostet, was ihr unterwegs ausgebt: Getränke, Fahrten, Kondome. Teuer wird es meist vorher, auf der Plattform. Kostenlos anmelden heißt dort selten kostenlos schreiben. Die gängigen Modelle im Überblick:
| Kostenmodell | So funktioniert es | Typische Falle | Was du vorher prüfst |
|---|---|---|---|
| Kostenlose Basis | Profil anlegen und stöbern ist gratis | Lesen oder Beantworten von Nachrichten kostet | Was genau ist gratis, was nicht? |
| Probe-Abo | Günstiger Einstieg für kurze Zeit | Verlängert sich automatisch zu einem höheren Preis | Laufzeit, Verlängerung, Kündigungsfrist |
| Abo | Fester Preis pro Laufzeit | Lange Laufzeit, Kündigung vergessen | Gesamtpreis, Kündigung online möglich? |
| Coins oder Credits | Paket kaufen, jede Aktion verbraucht Guthaben | Preis pro Nachricht unklar, Guthaben schnell weg | Preis pro Nachricht in Euro umrechnen |
| Einzelkäufe | Extras wie Hervorhebung oder Profilbesucher | Viele kleine Käufe summieren sich | Ist der Preis vor dem Kauf sichtbar? |
Was die Verbraucherzentralen bemängeln
Die Verbraucherzentrale Bayern hat in einem Faktenblatt mit Stand August 2018 Gespräche mit 65 Ratsuchenden ausgewertet, ergänzt um eine Recherche zu den 26 Portalen, über die sie sich beschwert hatten. Drei Punkte fielen auf: Günstige Probe-Mitgliedschaften wandelten sich automatisch in teurere Premium-Mitgliedschaften um, was Betroffene als intransparent erlebten. Bei 25 von 26 beanstandeten Portalen fehlte eine vollständige Auflistung der Mitgliedsbeiträge ohne Registrierung. Und im Coin-Modell waren die Kosten pro Leistung vor dem Kauf nicht ersichtlich. Auch das ist ein älterer Stand.
Aktueller ist der Ratgeber der Verbraucherzentrale zu Kostenfallen bei der Partnersuche mit Stand August 2024, bezogen auf Partnerbörsen allgemein:
- Probe-Abos verlängern sich oft automatisch um sechs oder zwölf Monate zu einem deutlich höheren Preis.
- Bei Online-Verträgen hast du in der Regel 14 Tage Widerrufsrecht. Bei Abos erlischt es nicht schon dadurch, dass du Nachrichten verschickt hast.
- Widerrufst du rechtzeitig, darf der Anbieter Wertersatz nur zeitanteilig verlangen, also für die Tage bis zum Widerruf (EuGH, 08.10.2020, C-641/19).
- Wer einen Vertrag mit einer Online-Partnerbörse online abschließt, muss ihn auch online kündigen können (BGH, 14.07.2016, III ZR 387/15).
Geht es kostenlos oder ohne Abo?
Kostenlos geht, vor allem über Apps mit Gratis-Grundfunktionen. Ohne Abo heißt dagegen nicht automatisch günstig: Bei Coin-Modellen zahlst du für jede Nachricht, und wer viel schreibt, gibt schnell mehr aus als für ein Monatsabo. Drei Gewohnheiten schützen dein Konto: Leg dir vorher ein Monatsbudget fest, rechne jedes Paket in Euro pro Nachricht um, und notiere dir Laufzeiten und Kündigungsfristen gleich beim Abschluss. Welche Kosten bei angeblich kostenlosen Angeboten typischerweise lauern, zeigt der Ratgeber zu versteckten Kosten kostenloser Dating-Apps.
Sicher treffen und Safer Sex
Bei lockeren Verabredungen ist die Versuchung groß, das Café zu überspringen und direkt zu jemandem nach Hause zu fahren. Beim ersten Treffen keine gute Idee.
Das erste Treffen
Die Polizeiliche Kriminalprävention gibt auf polizei-beratung.de klare Empfehlungen:
- Triff dich an einem bekannten, belebten Ort, am besten in einem Lokal oder Café, und meide Wohnungen und unbekannte Orte.
- Plane An- und Abreise selbst, damit du nicht auf dein Date angewiesen bist.
- Sag einer Vertrauensperson, wann und wo du dich triffst.
- Nimm ein geladenes Handy mit.
- Sei zurückhaltend mit Anschrift, Geburtsdatum und Arbeitgeber.
- Überleg dir gut, ob du intime Bilder verschickst, auch an jemanden, dem du vertraust. Sie können weiterverbreitet oder zur Erpressung genutzt werden.
Ein späteres Treffen zu Hause ist eine andere Sache, wenn ihr euch bis dahin ein Bild voneinander machen konntet. Die ausführliche Checkliste für vorher, währenddessen und danach steht im Ratgeber zum sicheren ersten Treffen.
Safer Sex und Tests
Die Initiative LIEBESLEBEN des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit fasst die wichtigsten Punkte zu Verhütung und Safer Sex zusammen:
- Kondome schützen bei richtiger Anwendung und passender Größe zuverlässig vor HIV und ungeplanter Schwangerschaft und senken das Risiko anderer sexuell übertragbarer Infektionen (STI) deutlich.
- Die Pille und andere hormonelle Verhütungsmittel schützen nicht vor HIV und anderen STI.
- Gegen HPV, Hepatitis A und Hepatitis B gibt es Impfungen, die sich unter Umständen nachholen lassen.
- Weil viele STI lange keine Anzeichen haben, können unter bestimmten Umständen regelmäßige Tests sinnvoll sein. Kostenlos sind sie meist nur für bestimmte Gruppen, etwa das jährliche Chlamydienscreening für sexuell aktive junge Frauen bis einschließlich 24 Jahre.
Zu den STI-Tests schreibt LIEBESLEBEN außerdem: Die Krankenversicherung übernimmt die Kosten in aller Regel, wenn du Anzeichen einer STI hast oder wenn bei deiner Sexpartnerin oder deinem Sexpartner eine STI festgestellt wurde. In vielen Großstädten kannst du dich anonym beraten und testen lassen, etwa bei Gesundheitsämtern und Aidshilfen.
Wie oft ein Test für dich sinnvoll ist, hängt von deiner Situation ab und gehört in eine ärztliche Praxis oder Beratungsstelle. Für das lockere Arrangement heißt das vor allem: Sprecht darüber, was gilt, wenn andere Kontakte dazukommen, und vereinbart, dass ihr euch Bescheid sagt, falls bei einem von euch eine Infektion festgestellt wird. Das ist unangenehm, aber deutlich weniger unangenehm als die Alternative.
Wenn Gefühle dazukommen
Es passiert. Man sieht sich regelmäßig, und irgendwann freut sich eine Seite auf die Treffen mehr, als „locker“ eigentlich vorsieht. Das ist kein Regelbruch, nur der Moment, in dem die wichtigste Absprache greift: Bescheid sagen.
Wenn du mehr willst
Sprich es an, und zwar früher, als dir lieb ist. Ohne Druck und ohne Ultimatum kann das so klingen: „Mir ist aufgefallen, dass ich mich auf unsere Treffen mehr freue, als wir ausgemacht hatten. Wie ist das bei dir?“ Dann kommt der schwierige Teil: die Antwort annehmen. Will die andere Seite nicht mehr, ist das keine Einladung zum Abwarten. Weitermachen in der Hoffnung, dass sich das noch ändert, ist der direkte Weg in eine Situationship. Wie du so etwas sauber beendest, steht im Ratgeber Situationship beenden.
Kann aus lockerem Daten eine Beziehung werden? Ja, das kommt vor. Wie oft, lässt sich mangels belastbarer Zahlen nicht beziffern, verlass dich also besser nicht darauf.
Wenn die andere Seite mehr will
Merkst du, dass dein Gegenüber sich mehr erhofft als du, sag es ehrlich und bald. Jemanden in der Warteschleife zu halten, weil es bequem ist, ist nicht mehr locker, sondern unfair. Manchmal ist eine Pause oder ein Ende die freundlichere Lösung, auch wenn es sich im Moment härter anfühlt.
Fair beenden
Ein Ende braucht keine große Aussprache, aber eine klare Nachricht. Persönlich oder kurz geschrieben, ohne Vorwürfe und ohne Hintertür: „Ich mochte unsere Treffen, aber für mich passt es nicht mehr. Danke für die schöne Zeit.“ Wortloses Verschwinden spart dir einen unangenehmen Moment und hinterlässt bei der anderen Person offene Fragen.
Und falls ein Ende dich länger runterzieht, als dir guttut: Reden hilft. Die Telefonseelsorge ist kostenlos und rund um die Uhr erreichbar, unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222.
Fazit: Klare Absprachen und ein geprüftes Portal
Lockeres Daten kann genau das sein, was gerade in dein Leben passt: Nähe, Spaß und gute Abende ohne Zukunftsplanung. Damit es leicht bleibt, braucht es drei Dinge. Erstens eine ausgesprochene Absprache zu Exklusivität, Gefühlen, Safer Sex und dem Ende, denn sie ist der Unterschied zur Situationship. Zweitens Sorgfalt bei Gesundheit und Sicherheit: erstes Treffen an einem öffentlichen Ort, Kondome, Tests nach ärztlichem Rat. Drittens einen kritischen Blick auf das Portal, bevor du Geld ausgibst. AGB, Seitenfuß und Preismodell verraten in wenigen Minuten, ob dort echte Menschen schreiben oder bezahlte Chat-Partner, die nie zu einem Treffen kommen.
Häufige Fragen
Was bedeutet Casual Dating auf Deutsch?
Wörtlich zwangloses oder lockeres Daten. Gemeint sind Treffen ohne Anspruch auf eine feste Beziehung, bei denen beide wissen, dass es unverbindlich bleibt. Im englischen Sprachgebrauch ist das weit gefasst und schließt Sex nicht automatisch ein, im Deutschen meinen die meisten damit unverbindliche Sexkontakte.
Was ist der Unterschied zwischen Casual Dating und einer Situationship?
Die Absprache. Beim Casual Dating ist ausgesprochen, dass es locker bleibt, und beide sind damit einverstanden. In einer Situationship trifft man sich regelmäßig, ohne je geklärt zu haben, was das zwischen einem ist. Oft hofft dabei mindestens eine Seite auf mehr, ohne es zu sagen.
Was ist der Unterschied zwischen Casual Dating und Freundschaft plus?
Freundschaft plus beginnt mit einer bestehenden Freundschaft, die eine körperliche Ebene bekommt. Die Freundschaft soll dabei erhalten bleiben. Casual Dating beginnt meist mit Menschen, die sich gerade erst kennenlernen. Bei Freundschaft plus steht deshalb mehr auf dem Spiel, wenn es schiefgeht.
Ist Casual Dating dasselbe wie ein Hookup?
Nicht ganz. Ein Hookup oder One-Night-Stand ist meist eine einzelne Begegnung. Casual Dating heißt in der Regel, sich wiederholt zu treffen, ohne eine Beziehung daraus zu machen. Der US-Ratgeber Healthline beschreibt es als näher an Beziehungsregeln als Hookups oder Friends with Benefits.
Welche Casual-Dating-Seite ist seriös?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht, du kannst jede Seite aber selbst prüfen. Seriös wirkt ein Portal, dessen AGB keine Moderatoren, Animateure oder fiktiven Profile beschreiben, das ein vollständiges Impressum hat, Preise und Laufzeiten vor der Registrierung nennt und sich online kündigen lässt. Steht in AGB oder Seitenfuß, dass Treffen nicht vorgesehen sind, ist es ein Unterhaltungs-Chat.
Ist Casual Dating kostenlos?
Das Daten selbst kostet nur, was ihr unterwegs ausgebt. Viele Apps und Portale lassen dich kostenlos anmelden, verlangen aber Geld für Nachrichten, Abos oder Extras. Ohne Abo heißt nicht automatisch günstig: Bei Coin-Modellen kann jede Nachricht kosten, und die Verbraucherzentrale Bayern bemängelte schon 2018, dass die Kosten pro Leistung vor dem Kauf oft nicht ersichtlich waren.
Gibt es Casual Dating auch ab 50?
Ja. Lockeres Daten ist keine Altersfrage, und gerade nach einer langen Beziehung wollen manche bewusst nichts Festes. Es gelten dieselben Spielregeln: klare Absprachen, Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen auch dann, wenn Verhütung kein Thema mehr ist, und ein sicheres erstes Treffen an einem öffentlichen Ort.
Quellen
- Onlinedating: Achtung, Fake-Profile, Verbraucherzentrale
- Flirt-Plattform muss Fake-Profile offenlegen (LG Flensburg, 8 O 8/22), Verbraucherzentrale Bundesverband
- Dating-Portal muss deutlich auf Fake-Profile hinweisen (LG Berlin, 16 O 62/21), Verbraucherzentrale Bundesverband
- Dating-Portal darf keine Fake-Profile verwenden (LG Flensburg, 8 O 29/22), Verbraucherzentrale Bundesverband
- Online-Dating: Fake-Profile auf 187 Portalen, Verbraucherzentrale Bundesverband
- Fallstricke beim Online-Dating (Faktenblatt, Stand August 2018), Verbraucherzentrale Bayern (Marktwächter Digitale Welt)
- Partnersuche im Internet: Wo Kostenfallen lauern, Verbraucherzentrale
- Hälfte unter 30 datet per App (Presseinformation vom 10.02.2026), Bitkom
- Online-Dating: Tipps für das Treffen, Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
- Verhütung und Safer Sex, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, LIEBESLEBEN
- STI-Tests, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, LIEBESLEBEN
- § 177 StGB: Sexueller Übergriff; sexuelle Nötigung; Vergewaltigung, Bundesministerium der Justiz
- A Beginner's Guide to Casual Dating, Healthline
- Gelegenheitssex (Weiterleitung von Casual Dating), Wikipedia
Zuletzt aktualisiert am 26. Oktober 2026

